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dieser besorgte er nichts Ernstliches; Frankreich werde sichgewiß des Churfürsten von Baiern erst dann annehmen,wenn dieser eine hinreichende Anzahl von Stimmen imchurfürstlichen Collegium gewinne, um eine Spaltungdarin zu veranlassen; doch lasse sich das noch verhindern.
Auch die, welche die Dinge nicht in so günstigem Lichtesahen, meinten doch, daß es in der Hand des Hofes stehe,ob er sich unter französischer Vermittelung mit Baiern,oder unter englischer mit Preußen vergleichen wolle; undim Grunde schien ihnen das erste das Rathsamste. CarlAlbert werde sich mit den Niederlanden befriedigen las-sen, was so gar unvortheilhaft nicht wäre, da man sichdagegen die nächsten Bezirke seiner Erblande ausbedingen,Baiern aber, einmal in den Niederlanden festgeworden, alseine Vormauer gegen Frankreich dienen würde.
Und so war man noch im Laufe des Juni weit davonentfernt, sich auf die Bedingungen des Königs von Preu-ßen einzulassen. Selbst der sehr wenig französisch gesinnteGroßherzog, der aus der persönlichen Kenntniß von derDenkweise des Königs die er habe für unmöglich erklärte,daß sich derselbe mit Frankreich vereinige, trug dazu bei.Von den entgegengesetzten Seiten ward die Meinung er-halten, daß man sich in keiner dringenden Gefahr befinde.
Es macht einen peinlichen Eindruck, sich dieser Nebel-bilder zu erinnern, die aus dem Boden eigener Wünscheund unzureichender Erfahrung aufstiegen, aber nun plötzlichvor der Wahrheit der Thatsachen zurückweichen mußten.