Band 
Zweiter Band.
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Die größte Bedenklichkeit erweckte es ihm, daß derfranzösische Einfluß eben damals in Rußland durchdrangund nach einem kurzen Kriege — wir werden dieserVerhältnisse weiter gedenken — eine rasche Annäherungan Schweden bewirkte. König Friedrich hielt es fürsehr möglich, daß Frankreich, das so eben in Däne-mark eifrig unterhandelte, und mit Polen-Sachsen be-reits verbündet war, eine große Allianz mit allen nordischenMächten zu Stande bringe, welche Preußen jeder selb-ständigen Einwirkung berauben und es sogar bedrohenwürde. Leicht möchte es den Franzosen beikommen, denSchweden den Besitz von Bremen und Verden wiederzu-verschaffen, um Hannover zu bekämpfen; allein damitwürden die Ansprüche Schwedens auch an Pommernsich erneuern; es lause ganz wider das preußische In-teresse. Und wie dann, wenn Fleury den neuen Kö-nig von Böhmen fallen lasse, wie einst den StanislausLeßczynski, und Maria Theresia dahin gebracht werde, sichdieser großen Verbindung anzuschließen? selbst die Wie-derherstellung des französisch-schwedischen Einflusses dürftesie zugeben, wenn sie ihn nicht zu fürchten brauche. DemKönig war es in hohem Grade auffallend, daß der Mann,mit dem er persönlich in dem besten Vernehmen stand, undder so eben die Eroberung von Prag entschieden hatte,Marschall Belleisle von der französischen Armee abberufen,und um denselben zu ersetzen unter den übrigen Genera-len eben derjenige gewählt wurde, der mit ihm, dem Kö-nig, wie man sich damals noch wohl erinnerte, von Stras-