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Zweiter Band.
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Er dachte hier noch die Verstärkung zu erwarten,welche ihm von Oberschlesien kommen mußte, und wenner bis dahin nicht angegriffen sei, alsdann selbst dem Feindeauf den Leib zu gehen.

In Wien hatte man den Gedanken gefaßt, mit demHeere aus Mähren unverzüglich nach Böhmen vorzudrin-gen, und den Weg nach Prag einzuschlagen; lasse derKönig dies geschehen, so werde er dadurch von den Fran-zosen und Sachsen getrennt und genöthigt aus Böhmen zuweichen; wolle er es verhindern, so müsse man sich ihm ent-gegensetzen und in Gottes Namen eine Schlacht liefern. *

Was den Hof noch besonders zu diesem Plan be-wog, war die Nachricht, daß sich Carl Albert in Ge-sellschaft eines anlangenden französischen Hülfscorps, nachPrag zu begeben und da feierlich krönen zu lassen beabsich-tige. Am 8 Mai erschien das Heer, dreizehn Regimen-ter zu Fuß, zwölf Regimenter zu Pferde stark, bei Saar,an jenem dreizehnten schlug es sein Lager bei Chotieborzauf der großen Straße die über Czaslau nach Pragführt auf; die allgemeine Meinung in demselben war,der König von Preußen werde sich nicht rühren, in we-

1. Daß dies der Plan war, ist aus dem in der östr. milit.Zeitschrist S. 150 angeführten Briefwechsel des Großherzogs geschlos-sen worden; es ergiebt sich aus den Worten Robinsons, daß derPlan sei to marcli into üoliewis LnU to acivance

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