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Zweiter Band.
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Schlacht am weißen Berge auch wieder zerstört, im gan-zen Lande jede Abweichung von der römischen Kirche, soviel immer möglich, vertilgt worden. Wie gewaltig aberhatte sich dieses Element seitdem anderwärts in der Welterhoben und in sich selber ausgebildet. Jetzt hielt einegroße Armee eben hier ihren Siegesgottcsdienst nachevangelischem Ritus. Die im dreißigjährigen Kriege inBöhmen angesiedelten Fremden erschrocken, wenn sie dieFolgen überlegten, die daher hätten entspringen können; inder That aber, sie hatten nichts zu besorgen. Der Kö-nig von Preußen fühlte sich nicht dazu berufen, den re-ligiösen Kampf wieder aufzunehmen.

Schmettau soll ihn nach der Schlacht zu raschemVerfolgen und Vertilgen des Feindes aufgefordert ha-ben: Friedrich, sagt man, habe geantwortet, er wolle dieKönigin nicht so tief erniedrigen. Ob es möglich ge-wesen wäre, den Feind, der doch keine eigentliche Nie-derlage erlitten hatte, noch verderblichere Schläge beizu-bringen, wer will es sagen? Allerdings zeigte sich imLager zu Willimow, wohin sich Prinz Carl zurückbegab,viel Entmuthigung und eine gewisse Auflösung der Dis-ciplin, und der Prinz hielt für das Rathsamste, sich zu demlobkowitzischm Corps nach der Moldau zurückzuziehen.Der König sah schon darin eine Genugthuung. Miteiner Naivetät, worin sich Bescheidenheit und Selbstge-fühl vereinigen, macht er darauf aufmerksam, daß derweite Rückzug des Feindes beweise, daß sich derselbe ge-'