432
Eine zweite Frage war, ob man dem König die bei-den böhmischen Kreise, die er forderte, zugestehen sollteoder nicht. Die Engländer wären nicht dagegen gewe-sen, denn bei großen Übeln, sagt Robinson einmal, müsseman auch große Heilmittel anwenden. Aber in Wien warman in diesem Pnncte unerschütterlich. Man behauptete,Friedrich verlange Pardubitz nur, weil es zur Pferdezuchtam besten geeignet sei, Königingräz, weil man von dadie besten Reiter ziehe; in kurzem werde er seine Ca-vallerie um 10000 M. vermehren; wie lange könne esdauern, so werde er ganz Böhmen bis an die Elbe innehaben.
Wenn die Königin Glatz oder Oberschlesien vor derSchlacht angeboten hatte, eins oder das andere, so ent-schloß sie sich jetzt beide zugleich anzutragen, wiewohldas letzte mit einigen Einschränkungen; dabei, sagte sie,denke sie zu bleiben, denn sie wolle nicht als eine Hart-näckige erscheinen, die für das allgemeine Wohl etwaszu opfern sich weigere; allein weiter zu gehen, einen oderden andern Bezirk von Böhmen abzutreten, dazu werdekeine Gewalt der Erde sie bringen, eher wolle sie alleserdulden was entsetzlich und schrecklich ist, und unter denRuinen von Wien untergehen, das Schwert in der Hand.
Am 2 Juni wurden diese Erklärungen an Hyndfordabgesandt, der sie dem König empfahl, denn er werdenicht auf Dinge bestehen, die niemals zu erreichen seien.So war auch Podewils gesinnt. Ew. Mas, schrieb er