Pisek, von da gegen Prag hm zurückgedrängt werde.Sein Rückzug war mit großer Unordnung verknüpft.
Im preußischen Lager machte dies den ungünstigstenEindruck. Der gemeine Mann meinte, Broglie ziehe sichwohl gar absichtlich zurück, nur um den König noch ein-mal zur Ergreifung der Waffen zu nöthigen; der solleeine Sache führen, die von den Franzosen nicht mehrernstlich verfochten werde; schon sei ihr Sinn auf Frie-den gerichtet, doch würde es ihnen Vergnügen machen,die Deutschen unter einander schlagen zu sehen.
In der That, dahin mußte es wohl bei längerdauernder Unentschiedenheit noch einmal kommen.
Wenn der Friede nicht unverweilt geschlossen wurde,so war nur zweierlei möglich: entweder Friedrich mußtePrag, auf das die Östreichs losgingen, in die Händederselben fallen lassen, wodurch seine Stellung wider-wärtig und unhaltbar geworden wäre, oder er mußtees mit eigener Kraft vertheidigen, wahrscheinlich noch eineSchlacht darüber wagen.
Und auch eine glückliche Schlacht hätte doch, bei derschlechten Verfassung der Verbündeten, die Sache nicht zuEnde gebracht.
Der Augenblick war gefahrvoll, zur Entscheidungdrängend; eben solche sind es, in denen Friedrich seineEntschlüsse zu fassen pflegte.
Am 9 Juni lief die Nachricht von den Unfällen derFranzosen und ihrem Rückzug bei ihm ein; noch an dem-