Besitz einer der blühendsten deutschen Landschaften ge-langt, zum Beschluß eines glorreichen Krieges. Manmuß wissen, zur rechten Zeit inne zu halten; das Glückerzwingen wollen, heißt es verlieren; noch immer mehrverlangen, ist das Mittel niemals glücklich zu sein.
Nur Einen großen Scrupel konnte der König Hiebeisich selber nicht verbergen; er fürchtete, man möchte esihm als ein moralisches Vergehen anrechnen, daß er,ohne Rücksicht auf seine Verbündeten, einen besondernFrieden schließe.
Eine alte Frage, oft verhandelt, und immer aufsneue zur Sprache gebracht, in wie fern es erlaubt sei,von geschlossenen Tractaten abzuweichen.
Der größte König und der zurückgezogenste Philo-soph des siebzehnten Jahrhunderts, Ludwig XIV undSpinoza, haben sich beide über sie vernehmen lassen.
Der Philosoph geht davon aus, daß die Staaten infortwährendem Naturzustand gegen einander verharren,und trägt kein Bedenken zu behaupten, daß ein Bünd-niß nur so lange Kraft habe, als die Ursache desselben,Furcht vor Schaden oder Hoffnung auf Gewinn bestehe;Niemand sei der Treulosigkeit anzuklagen, der einen ge-schlossenen Bund auflöse, sobald die eine oder die an-dere jener Ursachen aufhöre, denn diese Bedingung seibeiden gleich gewesen.' Es fragt sich nur, ob ein Na-
1. I'iactstus xoHticus von Spinoza, c. Ill § 14: klaeo eonäi-tio urucui^ue contralicntium ae^uali's lui't, ut scülcet ^uae prüiQurrrextra ruetum esse gösset sul ^'uris esset etc.