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Man wird zugeben, daß eine Allianz nicht im Lichteeiner Freundschaft mit persönlichen sittlichen Anrechtenangesehen werden kann, aber auch den politischen Stand-punct festhaltend möchte man wünschen, daß die Verpflich-tungen genauer festgesetzt worden wären.
Sollte es nicht doch der Mühe verlohnt haben, sichim Vertrag mit den Franzosen im Juni 1741 die Neu-tralität vorzubehalten, was sich diese, wie wir berührten,gefallen zu lassen geneigt waren.
Wäre es nicht besser gewesen, in Kleinschnellendorfeinen Stillstand auf einige Zeit zu bestimmen, wie esdenn doch zu nichts weiterem gekommen ist, und nichtalles auf einen Frieden zu verschieben, an welchen dannNiemand ernstlich Hand anlegte.
Das Auffallende bei diesen Verabredungen ist, daß diegroßen Fragen über die allgemeinen Verhältnisse so gutwie gar nicht berührt werden. Eine Umgestaltung derWelt scheint bevorzustehen: man schließt Verträge, ohneüber die Gestalt, die man ihr zu geben denkt, sich ein-zuverstehen. Es bleiben zu allen Seiten unausgesprochenePläne übrig, an die sich der besondere Ehrgeiz heftet.
Bei den Verhandlungen Friedrichs hat es oft dasAnsehen, als schließe er sich enger an, als sein Sinn ist.Er vertraut, wie bemerkt, dem lebendigen Geist, der auchfür die folgenden Zeiten eine Auskunft finden werde;aber er sieht sich dann doch in Verwickelungen gezogen,welche ihm höchst unangenehm fallen.