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Zweiter Band.
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sie die Oppa aufnimmt, die alsdann zur Grenze dientebis zu jenen Bächen zweifelhafter Benennung bei Jä-gerndorf; die hergebrachten natürlichen Verhältnisse desLandes, in welchem sich die Ansiedelung eben um die Ge-wässer her gebildet hatte, wurden hier oft in der Mittedurchschnitten. Leichter ward die Arbeit bei den großenmährischen Enclaven, deren Grenzen gegen Schlesien mannur zu erneuern hatte; in der Nähe der Bischofskoppe,auf einer steil emporsteigenden Bergspitze, nach derenSchatten die Landlcute den Stand der Sonne berechne-ten, ward die cinhundertzehnte Säule errichtet. Bei derweiteren Grenzscheidung nach dem Glatzischen hin war esmaßgebend, daß Zukmantel, Weidenau und Jauernik öst-reichisch blieben. Für die genauere Auseinandersetzungrief man die Gutsbesitzer, Richter, Bauern zu Hülfe;zuweilen haben die Zeugen ihre Aussagen vor einem Cru-cifix, das zwischen zwei brennenden Wachskerzen aufge-stellt ward, beschwören müssen. So kam die Grenzschei-dung zu Stande, nach 20 Tagen angestrengter und ge-schickter Arbeit; die Regierungen säumten nicht den ent-worfenen Neccß zu bestätigen.'

1. Schlesischer Gräntz-Neces«, wie solcher von Ihrer K. M. inPreußen und der Königin von Ungarn und Böheim Majestät Aller-höchst hiezu ernannten Commissariis so 1742 errichtet worden. — Da-rin findet man die täglich aufgenommenen Protocolle, unterzeichnet vonden preußischen Bevollmächtigten C. v. Nüßler, M. v. Schubart,I. G. Rehdanz, und die östreichischen I. W. v. Dorsch und G. L.Freih. v. Skrbensky. Büsching hat aus den Rüßlerschen Papiereneine Schilderung der Grenzscheidung im Magazin X, und einigeNachträge in Nüßlers Leben.