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genannt werden, zu sich einladen, und eröffnete sich ihnenin seinem Cabinete über die Art und Weise der Verän-derung, die er in Schlesien eintreten zu lassen denke.
„Vor allem solle der Unterschied zwischen den beidenReligionen, der bisher obgewaltet, aufhören; kein Ka-tholischer solle deshalb weil er das sei sein Recht verlie-ren, noch ein Evangelischer dadurch gewinnen. Er selbstsei „durchaus ein Liebhaber der Toleranz"; er wünscheein gutes Verständniß zwischen den beiden Parteien stattder bisherigen Verfolgung hervorzubringen."
„Er beabsichtige zwei Justizcollegien einzurichten, daseine in Breslau, das andere in Glogau, und dieselben mitSchlesiern zu besetzen, weil sich bei diesen eine größereKunde ihrer Landesgewohnheiten vermuthen lasse; dochsolle bei einem jeden ein Brandenburger angestellt werden."
„Bei dem Finanzwesen könne er keine Schlesier an-stellen, bevor sich nicht die, welche dabei zu dienen ge-neigt seien, in den alten Landen dazu geschickt gemacht ha-ben würden; denn in diesem Zweige habe er eine großeVeränderung vor. Binnen Jahr und Tag denke er eineneue Elassification aller Güter und alles Einkommenszu Stande zu bringen, und danach die Contribution zubestimmen, so daß jeder Ort wisse, was und wie viel erjedesmal zu entrichten habe; außerordentliche Abgabenwerde er auch dann nicht fordern, wenn er in Krieg ver-wickelt werde. Die Accise auf dem Lande wolle er ab-schaffen und durch eine Nahrungssteuer ersetzen."