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gaben wollte der König, daß die weltlichen Stände 28^,die geistlichen dagegen 65 Prozent zahlen sollten.
Es zeigte sich bald, daß das nicht ausführbar war.Der Erzbischof, Cardinal Sinzendorf den uian schon beiweitem niedriger angesetzt, hätte trotz dieses Nachlassesvon ungefähr 80000 Thaler Einkünften, die er überhauptbezog, doch noch 21000 Thaler an den Staat abgebenmüssen. Er schrieb an den König: man habe nur be-rechnet, was er einzunehmen, nicht was er auszugebenhabe; das Consistorium, die Hkonomieverwaltung kosteihm allein 44000 Thlr., während sein Einkommen ausdem preußischen Gebiete nur auf 60000 Thlr. anzuschla-gen sei. Sein Brief ist im Tone der guten Gesellschaftgeschrieben, bei aller Verehrung mit einer Freimüthigkeit,die einen Andern hätte verletzen können, und sehr über-zeugend. Da auch Münchow bestätigte, daß der Cardi-nal unter solchen Beschränkungen nicht würde bestehenkönnen so wurden ihm aufs neue 12000 Thlr. erlassen;was ihm noch zur Last fiel, war nicht viel mehr, als waser auch sonst gegeben.
Eben so hätten auch die Pfarreien nicht ohne ver-derbliche Wirkung so stark herangezogen werden können:
1. Münchow am 26 Oktober bemerkt, daß das Breslauer Dom-capitel mehr als 28000 Thlr. nach Wien geschickt, was er demselbenoft zn Gemüthe führe. Aber er gesteht, daß sie bei „ihrer allenGeistlichen crdinaircn schlechten Wirthschaft", und weil sie in star-ken Schulden stecken, allerdings in schlechte Umstände gesetzt sind,»und ich alle Mühe von der Welt habe, mit Erinnern, Bitten, Dro-hen und überhäufte» Klagen die monatliche Kontribution richtig zuerhalten.