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Dritter Band.
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Am 20 November wurden die Wahlconfcrenzen durcheine feierliche Auffahrt eröffnet. Die sächsische Gesandt-schaft hatte die ansehnlichste Begleitung, die hannoverschedie schönsten Pferde, die bäurische das reichste Geschirr,die kölnische die kostbarste Livree; die brandcnburgisch-preu-ßische war die einfachste, — entfernt von aller Prachtund Schaustellung; ihren Glanz empfing sie von ihremKönig, dessen Name die Welt erfüllte, und der diesenganzen Act in Bewegung setzte.

Es war nicht das Drängen der Franzosen, wie manvermuthet hat, was die Berathungen der Wahlcapitulation,die sich sehr weit aussehend anließen, beschleunigte, sondernder Eifer des Preußischen EabinctS, welches nicht erwar-ten wollte, daß die günstige Stimmung der Churfürstendurch irgend einen Zwischenfall ungewiß werde. In Folgeeiner Denkschrift von Podcwils, die der König bewunderns-würdig findet, ward der Wahltag auf die zweite Hälftedes Januar festgesetzt, so daß die Verhandlung nachdiesem Termin, nicht etwa der Termin nach dem Laufeder Verhandlung sich bestimmen sollte.

Und wohl hätte der Wiener Hof erwarten dürfen, daßdie glücklichen Erfolge seiner Waffen im Anfang des Jahres1742 auf die Churfürsten einen seinen Wünschen entspre-chenden Eindruck machen würren; allein schon waren alleEinleitungen getroffen: die Heftigkeit, mit der man vonWien aus sich erklärte, regte das Selbstgefühl des chur-1. Vgl. Locn: Kl. Schriften >l, 118.