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erzkanzlerischen Amtes auf; am 24 Januar 1742 warddie Wahl, am 12 Februar die Krönung des Churfürstenvon Baiern zum Kaiser vollzogen.
Kaiser Carl Vll — denn so nannte er sich — warfreilich kein Fürst, der sich mit den alten deutschen Kai-sern vergleichen konnte; dies erwarten hieße den Wechselder Zeiten verkennen. Handlungen äußerlicher Religio-sität und Genüsse des Hoflcbcns, nicht frei von Aus-schweifungen, hatten bisher seine Tage ausgefüllt; abgese-hen hieven schildern ihn die Zeitgenossen, die ihn kannten,als einen Mann von feinem Geiste, lebendiger Thätig-keit, hochstrebcnd und nicht ohne Ideen. Auch er wollteselbst regieren, und was er unter seinen Ministern be-deutete, sah man hauptsächlich aus den Fehlern die siebegingen wenn er ihnen fehlte. Schmettau rühmt seineGabe raschen Verständnisses und geschickter Bcschlußnahme.Der preußische Gesandte, Klinggräfen, glaubte, so ofter an den Handlungen Carl Albcrts irre wurde undArgwohn schöpfte, nicht besser thun zu können, als ihnselber zu fragen; nie hörte man ein unwahres Wortvon ihm; Aufrichtigkeit und Güte leuchteten aus seinenAugen hervor. Hätte er eben so viel Energie und eineungebrochene Lebenskraft besessen, seine Erhebung hättean sich noch einmal ein bedeutendes Ercigniß für Deutsch-land werden können.
Es war schon eine unendlich wichtige Veränderung,daß das Haus Ostreich nicht mehr das Kaiserthum inne