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haben, und der Sitz der wichtigsten Reichsgeschäfte nichtmehr in Wien sein sollte. Man hoffte, daß damit man-nichfache Beschwerden über die bisherige Abhängigkeit derReichsverwaltung von dem Hose gehoben werden würden.
Hauptsächlich waren diese gegen den Neichshofrathgerichtet, denn er unterdrücke das Kammergcricht, miß-achte die wohlhergebrachten Privilegien, ersinne kaiserlicheReservatrechte, welche man nicht kenne, mische sich inDinge, welche ihm im Grunde nichts angehen, z. B. inLehnssachen; statt sich an die Stände zu wenden, denendie Erklärung der Gesetze zukomme, denke er nur daraufden Kaiser auf seine Meinung zu bringen.
Aber auch das Direktorium der reichsständischen Ge-schäfte, welches nur die Stände vertreten solle, habe sichviel zu nahe an den kaiserlichen Hof angeschlossen; nichtsanders werde vorgetragen als worüber der Rcichserzkanz-ler erst mit diesem übereingekommen sei. Kein Gesand-ter wage sich beiden zusammen zu widersetzen; mit einemder das versuche werde jeder Verkehr abgebrochen, undsein Hof der Sache gar bald müde gemacht.
Daher komme es denn, daß die Beistimmung desReiches bei den auswärtigen Angelegenheiten eine reineFormel geworden sei: man ernenne Fürsten, welche dazunicht tauglich seien, und suspcndire andere ohne hinrei-chenden Grund; man achte die Beschwerden des evange-lischen Körpers für nichts.
Der Reichstag sei alle die achtzig Jahre, daß er be-