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stehe, immer nach kaiserlichen Interessen geleitet worden:er sei ein Congreß- und Bewilligungstag und habe denCharakter einer reichsständischen Versammlung nicht mehr.'Besser man löse ihn auf, und berufe einen neuen in mehrparlamentarischer Form.
Von dem neuen Kaiser durfte man zwar nicht er-warten, daß er allen Mißständcn ein Ende machen werde,aber er konnte doch jenen indircctcn Einfluß nicht ausüben,der auf einer überlegenen Hausmacht beruhte wie sie Öst-reich besaß; der Natur der Sache nach war ein wittels-bachischer Kaiser viel mehr auf ein freies und gleichesVerhältniß zu den Ständen des Reiches angewiesen alsein östreichischer.
1. In einer Reichstagsschrist vom 14 Febr. 1741 heißt es: »Derachtzigjährige Reichstag sei von seinem Zwecke ganz abgekommen;statt der dahin remittirtcn wichtigen Angelegenheiten pacis «snabr.VIII, 3, Iiabeaninr und Reichsabschied äe aö 1654 seien fast garkeine andere Sachen vorgekommen, als welche des Kaisers Interesseund Convcnienz betreffen; man habe einen Status more inonarclü-cus einzuführen gesucht; den Ständen mit ihren Anliegen fast garkein Gehör gegeben, die Sachen mit der größten Schläfrigkeit trac-tirt, so daß der RcichSconvcnt verächtlich geworden. Die Gravaminagegen die Neichshofrathsordnung <Io .->6 1711 seien nicht allein nichtabgestellt, sondern gar nicht ernstlich in Betracht gezogen worden.Noch finden steh gravamina IN, perl, coininunia von diesem Jahre,z. B.: neZIectus Iinperii in nexotiis paris 6t llelli; Dispensation derReichscasscngclder durch kaiserliche Generale; Verpflegung der kaiser-lichen Truppen nach einem zu geringen Etappcnfuß; Besetzung derStelle eines Kammerrichtcrs mit Personen, die durch allerlei Respcctusgebunden; unerhörter prurcssns rescriptiiius beim Reichöhofrath, dervots all Imperatoren, formire, und dadurch in die Hände der östrei-chischen Minister arbeite, da doch Sachen, über welche der Reichs-hofrath nicht entscheiden wolle, aä raesarem et Status zu bringen seien"u. s. w. Man steht daraus, daß sich den Klagen, wie sie so oft inder Correspondenz Eugens erscheinen, auch andere entgegensetzen las-sen. Ob wohl unsere Rcichshistorie jemals bis ins achtzehnte Jahr-hundert vordringen wird? Man sollte einmal die Geschichte derWahlen zusammenstellen.