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Dritter Band.
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In früheren Jahrhunderten hatte es Einigen geschie-nen, als könne der Schwerpunkt der deutschen Verfas-sung in die Städte und ihre Genossenschaft gelegt wer-den; wenn es aber überhaupt zweifelhaft ist, ob das jemalsmöglich gewesen wäre, so waren sie jetzt im Gegentheil vonallem Einfluß ausgeschlossen. Sie sandten großentheilskeine Abgeordnete mehr zum Reichstag, sondern trugen Re-gensburger Bürgern ihre Vertretung auf, deren Gesprächeauf der Trinkstube ihren Committenten wenig Ehre machten.

In einer späteren Zeit hatte in den wichtigsten An-gelegenheiten das fürstliche Collegium den Ausschlag ge-geben. Durch die große Anzahl geistlicher Mitgliederund den natürlichen Gegensatz der mindermächtigen welt-lichen gegen die mächtigeren war es zuweilen in schwie-rigen Augenblicken das Werkzeug der kaiserlichen undkatholischen Gewalt geworden; die Fürsten betrachtetensich dann als den eigentlichen Körper des Reiches; noch indem siebzehnten Jahrhundert hatten sie sich in der Par-tei der Eapitulanten gewaltig geregt, und so eben hiel-ten sie eine auf die Erhaltung ihrer Vorrechte abzielendeZusammenkunft, die jedoch eben darin ihren Grund hatte,daß sie den alten Einfluß nicht mehr besaßen.

Das fürstliche Collegium hatte einige seiner mächtig-sten Mitglieder verloren: zuerst Baiern, welches die Chur-würde als einzigen Preis seiner Anstrengungen für den Ka-tholicismus davontrug, hierauf Neuburg, das zur Chur-würde der Pfalz gelangte, endlich Hannover, für welches