18
ligt. Mit Nachdruck beschwert er sich wie gegen denWiener Hof, der die Reichsarchive auszuliefern Anstandnahm, so gegen den päpstlichen, der gegen die Chur-würde des unkatholischen Herzogs von Hannover prote-stirte', und den König von Preußen noch immer alsMarkgrafen von Brandenburg bezeichnete. Dem ganzenCollegium kam seine selbständige, die Würde des Reichesrepräsentirende Autorität zum Bewußtsein.
Ob sich nun hieraus eine haltbare Vereinigung bil-den, welche Richtung dieselbe etwa in den Geschäftendes Reiches einschlagen konnte, mußte die Folge lehren.
Einen großen Anstoß erregte es, daß der neue Kai-ser so vollkommen abhängig von Frankreich erschien. Hier-auf antworteten die einen, daß damit auch aller Hadermit Frankreich aufhören werde, der bisher nur durch dieerbliche Feindseligkeit der Häuser Bourbon und Östreichgenährt worden, und dem Reiche so unendlich viel geko-stet habe. Andere, wie König Friedrich II, glaubten, daßder neue Kaiser sowohl Ehrgeiz als Geist genug besitze,
1. Protestation des Nuntius Doria; 1 gegen die hannoversche
8oIemnltel' protestari coKimur sanctsm seclem Ikannoverign!rnker- §. .1. ki' ejeetores sclLLri'pUoni ejusHue sus-
irrrßia stlmissioni rrullstenus consensisse, — huiriimo älcksrn
sämi5Lionern reprokirrrvus; 2. gegen die Erwähnung des Wtstphäli^schen Friedens in der Wahlcapitlllation: gcl aur-es nosti-as pei-venit
Bezeichnung: Mzrcliis, liigri^enirui-Kensis, beklagt stch das Eollkgium:der Nuntius antwortet, der Römische Hof erkenne doch die dem Hauseanklebende Churwürde an.