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Dritter Band.
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Verweilt man bei diesem Entwürfe einen Augenblick imAllgemeinen, so läßt sich nicht denken, daß es bei einer Auf-hebung der zunächst bezeichneten Stifter sein Verbleiben ge-habt hätte. Schon streckte Hessen nach einigen benachbar-ten Abteien die Hand aus; von Hannover sagte man, daßes Hildesheim und Osnabrück auf immer sich anzueignensuche; anderes war für Sachsen bestimmt; man darfwohl nicht annehmen, daß nicht auch der König vonPreußensein oder das andere Bisthum für sich erworbenhätte, wie man denn in Berlin erzählte, daß ihm Mün-ster angeboten worden sei; wenn man sich gleich hüteteirgend einen Wunsch anzudeuten.

Wie die Dinge in Deutschland einmal lagen, so mußtewohl einen oder den andern Tag diese Veränderung ein-treten. Der Gegensatz der katholisch-Mischen und derprotestantisch-territorialen Organisation, die bisher Deutsch-land in zwei entgegengesetzte Hälften theilte, welche sich durchSitte, Sinnesweise, Literatur und Gelehrsamkeit unter-schieden, hatte keine Bedeutung mehr, seitdem eine Erneue-rung von Kämpfen, welche die eine oder die andere Par-tei hätten unterdrücken können, nicht weiter zu erwartenwar, vielmehr der mächtigste protestantische Staat, innatürlicher Entwickelung, sich zur Aufgabe machte, denKatholiken allen erwünschten Schutz zu gewähren. Indem sechzehnten Jahrhundert war die Absicht gewesen, die

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