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Dritter Band.
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das entscheidende Wort in Deutschland führen wollten; umihnen das Gleichgewicht zu halten, zog eine nicht ohneAnstrengung gebildete Armee unter dem Herzog vonNoailles an den untern Main heran.

War es politische Eifersucht oder der alte plötzlichwieder aufflammende Nationalhaß, oder der Ehrgeiz desFeldherrn, in demselben Grade, wie Broglic wenigStand hielt, war Noailles rasch zum Angriff, undes kam soscrt zu einer Bataille — am 27 Juni 1743bei Dettingen — die, wenn sie nicht zu den großenSchlachten des Jahrhunderts gerechnet werden darf, dochin sich selbst nicht ohne Merkwürdigkeit ist.

Die verbündete Armee war an diesem Tage in einerrückgängigen Bewegung von Aschaffcnburg nach Hanau,wo sie Verstärkungen erwartete, an dem rechten Ufer desMain begriffen. Noailles faßte den Plan, sie aufihrem Wege zu attaquiren; eben in der Mitte desselben,bei Seligenstadt, ging auch er auf das rechte Ufer über;ein paar wohlangelegtc Batterien bei Dettingen solltenden Feind aufhalten, bis er ihn mit gcsammtcr Machtangreifen könne. Auch gelang es ihm damit: die Ver-bündeten sahen sich genöthigt, Halt zu machen, und zwarauf einem wenig günstigen Terrain, das ihnen keine volleEntwickelung gestattete. Hätten die Franzosen an sichgehalten, bis sie ihre ganze Macht ins Gefecht führenkonnten, so möchten sie leicht einen großen Vortheil errun-gen haben. In dem jungen französischen Adel aber war ein