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daß nach dessen Abgang das reichserzkanzlcrische Amt,von dem wir sahen, welch einen wirksamen Einfluß esausübte, nicht in die Hände eines seiner Gegner gcrathe,und der Kaiser hatte hierüber den Gedanken gefaßt, sei-nen eigenen Bruder Johann Theodor zum Coadjutor desStiftes zu erheben.
Mit diesem Plane aber entfremdete er sich die Mit-glieder des Capitels, welche nicht auch dieses Stift, wieCöln, an einen baierischen Prinzen gelangen lassen woll-ten. Als die Vacanz eintrat, rückte eben die englisch-östreichische Armee den Rhein aufwärts. Bei dem Um-schwung der öffentlichen Angelegenheiten, der hiemit ver-knüpft war', setzte das Capitel alle Rücksicht auf denKaiser aus den Augen und erhob den vielleicht am be-sten östreichisch gesinnten Mann aus seiner Mitte, dender Kaiser namentlich ausgeschlossen, den Domcustos Grafvon Ostein, auf den churfürstlichen Stuhl.
Die Königin stand nicht an, sich dieses Vortheils so-fort in seinem ganzen Umfange zu bedienen.
Sie hatte schon immer ihre bei der Kaiscrwahl hint-angesetzten Rechte offiziell in Erinnerung zu bringen, durcheine Art von Protestation vorzubehalten gesucht. Aberdiese war in solchen Ausdrücken abgefaßt, daß man Be-denken trug sie anzunehmen, oder nach der Gewohnheitdes Reiches zur Dictatur zu bringen. Die Churfürsten
1. Den Zusammenhang bestätigt der unterrichtete Verfasser desLebens der Maria Theresia II, 2?S, der die Wahl als „die ersteFrucht des Hereinmarsches mehrbesagter Auriliartruppen« bezeichnet.