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Ohne langen Verzug, da der Vater wenigstens nichtdagegen war, wurde die Reise angetreten; schon am 8 Fe-bruar, auf dem Wege von Mitau nach Riga, erschien derFürst Narischkin, die Prinzessin und ihre Mutter zu be-willkommnen; den Hof, wo nicht Jedermann sie gern sah,trafen sie in Moskau an; bei der Kaiserin machten siebeide einen guten Eindruck.
Eine wesentliche Schwierigkeit zeigte sich nun aberdoch, die Veränderung der Religion.
In Zerbst hatte man die Erwartung gehegt, daß derGroßfürstin, so wie einst der Gemahlin des unglücklichenAlerei, die Ausübung ihres Gottesdienstes nach evangeli-schem Ritus gestattet, oder daß sie bei den einfachenSätzen der christlichen Religion, was man den Bauern-glaubcn nannte, gelassen werden dürfte. Daran war abernicht zu denken; weder die Kaiserin, welche die Eerimo-nien der Kirche mit großer Sorgfalt abwartete, und sichso eben zu einer großen Wallfahrt bereitete, wäre da-mit zufrieden gewesen, noch die Geistlichkeit, die schonbei der Zulassung der Ehe nicht auf die strenge Obser-vanz bestanden, noch auch vielleicht die Nation. Manstellte der Prinzessin vor, und in einem Briefe an ihrenVater zeigt sie sich davon durchdrungen, daß der Un-terschied mehr in den Äußerlichkeiten bestehe, welche mander rohen Menge wegen beibehalten müsse, als in demWesen der Sache; sehr ungerecht sei das Vorurtheil,das man in dieser Hinsicht gegen die griechische Kirche