Offensivbündmß mit Frankreich.
Cardinal Fleury war im Januar 1743 gestorben:unglücklicher als Sinzendorf, insofern er erleben mußte,daß die von ihm begonnenen Unternehmungen einenso widerwärtigen Erfolg hatten. Es war die Katastro-phe der die Welt umfassenden Pläne Richelicus undLudwigs XlV. Fleury hatte sie eine Strecke weiter ge-führt; aber zum Ziele, einem allgemeinen Übergewicht inEuropa zu gelangen, war ihm versagt; die Ereignissenahmen vielmehr einen Gang, durch welchen Frankreichselbst bedroht wurde.
Wie aber schon angedeutet, zunächst hatte dieser To-desfall wenig eingreifende Folgen.
In Ludwig XV war allerdings der Gedanke genährtworden, seinem Vorgänger darin nachzuahmen, daß ernach dem Tode eines allgewaltigen Cardinals, der seineJugend geleitet, selber die Zügel ergriff. Er erklärte so-fort, er werde die Stelle des Verstorbenen nicht wiederbesetzen; Niemand solle fortan zwischen ihm und seinenMinistern stehen; er wolle selbst mit ihnen arbeiten.