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Dritter Band.
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damals in der Akademie saßen, wollten einen Mann vonso zweifelhafter Religion nicht zu ihrem Collegen haben;sie zogen ihm einen Bischof vor.

Daran knüpfte nun Friedrich, der so eben die grö-ßeren historischen Schriften Voltaires — den Versuch überdie Sitten und den Geist der Nationen, das JahrhundertLudwigs XIV, die noch ungedruckt ihm in einzelnen Hef-ten zugingen — studirte, und ihn mehr als je bewun-derte, die Hoffnung und den Wunsch, ihn in seineNähe zu ziehen. Was könne ihn an Paris fesseln, wo diefromme Ignoranz über Geschicklichkeit und Talent trium-phire; nicht immer werde das leichtfertige Publicum ihmBeifall klatschen; er möge nach Berlin kommen, wo ervollkommen erkannt und bewundert werde, und zwar aufimmer; da solle sein Vaterland sein; er möge nur seineBedingungen machen und fordern; was ihm zum Genußund Glück des Lebens zu gehören scheine, dafür werde ge-sorgt werden, und doch solle er frei bleiben, nur durchFreundschaft und Wohlbefinden solle er sich gebundenfühlen.

Ganz andere Gedanken aber hegte Voltaire; er gabdem Wunsche Raum, aus den Kreisen der Literatur her-vorzutreten und eine politische Rolle zu spielen. Die Ver-waltung der geistlichen Angelegenheiten, die jetzt dem Bi-schof von Mircpoir zugefallen war, erregte zwar seinenUnwillen, zumal da er eben diesem das Fehlschlagen seinerakademischen Bewerbung zuschrieb; dagegen schloß er sich