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Dritter Band.
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Erblande herzustellen, und die Entscheidung ihrer Strei-tigkeiten mit demselben dem Reiche zu überlassen, je-doch mit Gewalt wollte man ihr nicht drohen, sondernnur „alle ersinnlichen guten Dienste" anwenden, um siedahin zu bringen. Die Forderung Baiern herauszuge-ben, gründete man auf die Satzungen der alten Ehur-vereine, aber man gewährleistete sich gegenseitig doch nurdiejenigen Landschaften, welche man jetzt in Besitz habe;man wollte sich nicht geradezu verpflichten, dem Kaiserwieder zu erobern, was er verloren hatte. Ob es da-mit gelingen konnte, ist eine andere Frage, aber die Ab-sicht wenigstens war die Verbindung mit Frankreich unddie Union deutscher Reichsfürsten auseinander zu halten;Frankreich war in der Urkunde nicht erwähnt. Fried-richs Gedanke ging dahin, eine Grundlage für eine allge-meine Union zu bilden, durch welche Niemand gefährdetnoch beleidigt, sondern nur die Autorität des Reiches be-lebt, und eine Entscheidung dieser Angelegenheiten in denFormen desselben vorbereitet würde.'

Um so mehr aber leuchtet ein, daß mit diesen Mit-

1. Dieser Tractat, der am 22 Mai 1744 (Wenk ll, 163) un-terzeichnet worden ist, muß doch als ein Werk des März dieses Jahresbetrachtet werden; man hat daran später nichts weiter geändert, son-dern nur daö Geschäft zu Ende gebracht. Der angebliche geheime Ar-tikel, den man auch bei Wcnk findet, ist erdichtet. Allerdings wareinmal davon die Rede, doch sollte dieser nichts enthalten, als daßman Frankreich zum Beitritt einladen wolle. Der König verwarf ihnam 2 April mit folgenden Worten: »ich halte es besser, daß dieserArticul zur Zeit ganz wegbleibe, denn ich erst sehen muß, was dieFranzosen vor Effecte thun, und ob sie vigoureus agiren werden, be-vor ich mich auf prüdes sexares et secrew einlasse."

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