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Dritter Band.
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die Oberhand im Reiche erlangen zu lassen; er hätte über-dies eine erweiterte territoriale Stellung gewonnen.

Alles dies ließ sich nun aber nicht ins Werk setzen,ohne eine neue Verständigung mit Frankreich; es ist dievierte von Friedrichs Unterhandlungen in dieser Zeit, unddie wichtigste und gefahrvollste von allen.

Diesmal wartete Friedrich nicht, wie im Jahre 1741,wo er sich erst entschloß auf das angetragene Bündnißeinzugehen, als alle Versuche, auf eine andere Weise zuseinem Rechte zu gelangen, gescheitert waren; jetzt ginger den Franzosen aus freien Stücken entgegen. Im Ge-fühl der Unvermeidlichkeit des Krieges, der Nothwendig-keit eines großen Bundes, auf seine Weise im tiefsten Ge-heimniß, ohne auch nur mit dem erprobten Podewils Rück-sprache genommen zu haben, sendete er einen seiner ver-trautesten persönlichen Freunde, den Grafen Rothenburg,als Gesandten nach Versailles.

Graf Rothenburg konnte als der geborne Vermittlerzwischen Preußen und Frankreich angesehen werden. DieFamilie, der er angehörte, war zugleich im HerzogthumGrossen und im Elsaß angesessen; er selbst hatte seinemilitärische Schule in französischen Diensten gemacht, ein-mal eine spanische Unternehmung nach Afrika begleitet, undwar bald nach dem Regierungsantritt zu Friedrich ge-kommen; er verweilte in dem Augenblick in Rheins-bcrg, als die Nachricht vom Tode des Kaisers eintraf.Friedrich fand in ihm eine Verbindung von französischer