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Anmuth des Betragens, und deutschem Urtheil, welcheihm als ein Muster der Vollkommenheit erschien. IhreBriefe sind vertrauliche Ergüsse über die mannigfaltig-sten Gegenstände, Theater, Kunst, Zeitereignisse, haupt-sächlich aber militärische Dinge. Rothenburg war mitLeib und Seele Soldat. In Bezug auf den Dienst imFrieden sagt er einmal, er sehe vollkommen den Werthund die Nothwendigkeit unablässiger Übung ein, mildemMittelmäßigen werde er sich nicht begnügen, sondern nacheinem entschiedenen Rufe streben. Um so weniger ließer es im Felde an sich fehlen; bei Chotusitz hat er ne-ben Buddcnbrock die preußische Reiterei bei ihrem erstenglücklichen Vordringen angeführt. Daß er dabei verwundetwurde, steigerte die Theilnahme des Königs für ihn;Rothenburg dagegen sagt, er habe kein anderes Ziel imLeben, als dem König zu gefallen und zu dienen.
Diesen militärischen Ambassadeur nun wählte sichFriedrich, um Eröffnungen in Frankreich zu machen.Eine Jnstruction die ihm gegeben worden wäre ist nichtvorhanden: Rothenburg war durch den täglichen Umgangdes Königs über seine Gesichtspunkte unterrichtet. Soeben war Seckendorf in Berlin gewesen, und mit dessenTheilnahme waren einige Entwürfe vorläufiger Naturgemacht worden; ich finde nicht, daß Rothenburg etwasanderes mit hatte, als Papiere dieser Art. Ungefähr am21 Februar 1744 muß er von Berlin abgefertigt wor-den sein; sein Reisegeld empfing er nicht aus der Lega-