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eigniß eintrat, in dem nach der damaligen Beschaffenheitder Umstände die dringendste Aufforderung lag, unver-züglich einzugreifen.
Ludwig XV hatte seinen Feldzug in den Niederlandenmit einem Heere von 100000 M., das sich in gutemStande befand und mit trefflichem Belagerungsgeschützversehen war, eröffnet, und um die Holländer in Furchtzu setzen, seine Waffen hauptsächlich gegen die Barriere-plätze gerichtet. Erst die kleineren, wie Waasten, Furncs,das Fort de Knokke, dann auch größere, wie Mcnin undIpern, wurden eingenommen. Die Anwesenheit des Kö-nigs, der sich nach den militärischen Dingen zu erkundi-gen anfing, und von dem man hoffte, er werde eben soviel Geschmack an dem Kriege bekommen wie er bisheran der Jagd gehabt, zeigte sich für die Unternehmungenförderlich.
Ganz anders aber ging es am Oberrhein, wo Mar-schall Coigny — eben der, mit dessen Wahl für einenso wichtigen Posten Friedrich sich in Pyrmont unzufrie-den erklärte — eine Armee befehligte, der die östrei-chische unter dem Prinzen von Lothringen und dem Mar-schall Traun bei weitem überlegen war. Diese bedien-ten sich einer Kriegslist, die in alten und neuen Zeitenbei Flußübcrgängen Erfolg gehabt hat; indem sie dieAufmerksamkeit des Feindes durch scheinbare Veranstal-tungen nach einigen tiefer unten gelegenen Plätzen leite-