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Dritter Band.
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der Feinde gerathen zu lassen, machte er sich selbst auf,sie in Besitz zu nehmen. Am 24 September bemächtigtesich General Nassau Tabors und ließ die Einwohner demKaiser schwören; ein paar Tage darauf ward auch Bud-weis besetzt, nachdem Ziechen die Panduren, die ihm ent-gegenrückten, mit dem Säbel in der Faust auseinander-gesprengt hatte. Noch hielt es Friedrich an sich für eineunbestrittene Regel der Kunst, die Spitzen der Truppenweit vorzuschieben; was nun auch Prinz Carl unternehme,er glaubte auf alles vorbereitet zu sein. Sollte er sich aufÖstreich zurückziehen, um dies zu schützen, so könne Secken-dorf, der indeß nach Schärding vordringen, sich Passausbemächtigen müsse, den Preußen die Hand bieten; sollte,was wahrscheinlicher sei, der Prinz seinen Weg nach Böh-men nehmen, dann komme es auf eine Bataille an; derKönig zweifelte nicht, daß er darin siegen werde; „ich denke,ich werde nicht Lügen gestraft werden, die Armee soll Ehrevon meiner Unternehmung haben." Anfang Oktober schreibter nach Berlin, alles gehe gut und verspreche ferner so zugehen; die Armee sei in erwünschtem Gesundheitszustand,Offiziere und Soldaten in der besten Stimmung, und ge-neigt, einen entscheidenden Schlag zu führen; er bedauertnur, daß die Jahreszeit schon zu weit vorgerückt sei, sonstwürde sich in diesem Feldzug noch viel ausrichten lassen.

Gewiß er nahm eine großartige Stellung ein; er sahBöhmen zu seinen Füßen, er hoffte in dem nächsten Jahreeinen Frieden nach seinem Sinne vorschreiben zu können;