ermeßliche Schwierigkeiten, aus der ganzen Lage der euro-päischen Verhältnisse entspringend, schwer oder niemalszu beseitigen. War es da nicht das beste, Schlesien sel-ber wieder zu erobern? Bisher war man durch den vonEngland garantirten Breslauer Frieden daran verhin-dert. Jetzt fühlte man sich von dieser Rücksicht befreit;der Breslauer Friede erschien durch den Einfall in Böh-men gebrochen. Man wunderte sich beinahe über dengutmüthigen und verblendeten Diensteifer Friedrichs II.Die Königin erinnerte sich, wie ernstlich ihr von franzö-sischer Seite Friedensbedingungen vorgeschlagen wordenwaren, bei denen es ihrem Gutdünken überlassen geblie-ben wäre, Schlesien wiederzunehmen. Nicht die Königinselbst, aber einer ihrer Minister, Graf Kinsky, hat be-hauptet, daß man auch ein Schreiben der Kaiserin vor-weisen könne, worin sie denselben Gedanken geäußert habe. *Eben dem französischen und dem kaiserlichen Hofe kam nunder König von Preußen mit eigener Gefahr zu Hülfe. Esgab Staatsmänner, die zweifelhaft wurden, ob er auchwirklich so viel Geist habe, wie man ihm zuschreibe. Mantrug sich mit der Äußerung Carls VII, er könne nicht be-stehen, wenn er nicht Preußen so tief wie möglich inseine verworrenen Angelegenheiten verwickele, und glaubte,daß es ihm damit wirklich gelungen sei.
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