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Dritter Band.
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erreichte und besetzte er dieselbe, und erwartete nun dieBewegungen seiner Feinde.

Daß diese sich am 21 und 22 Oktober mit den Sach-sen vereinigten, worauf sie bei 70000 Mann stark wurden,während das preußische Heer nur etwa 60000 M. zäh-len mochte, erschreckte den König mit Nichten; er sah esvielmehr mit Vergnügen, weil sie sich um so eher zu einerSchlacht entschließen möchten. Zur Taktik seiner Trup-pen hatte er ein unbedingtes Vertrauen, und zweifeltenicht, daß sie auch in bedeutend geringerer Zahl das Feldbehaupten würden.

Wahrscheinlich aber hegten Prinz Carl, der diesenFeind schon kennen gelernt hatte, und sein Rathgeber, derGraf von Traun, eine ähnliche Meinung von der Über-legenheit der Preußen; sie näherten sich denselben bis ausanderthalb Stunden: hier aber, bei Marschowitz, bezogenauch sie ein festes Lager.

Hierauf beschloß der König Friedrich, ihnen auf denLeib zu gehen, und sie, wenn es irgend möglich, auch inihrer festen Stellung anzugreifen. Es war der entschei-dende Moment für diesen ganzen Feldzug.

Am 24 Oktober des Nachmittags setzte sich das preu-ßische Heer, sein Lager verlassend, in acht Colonnen ge-gen das feindliche in Bewegung. Das Gepäck wardunter der Obhut eines Regimentes, durch eine Wagen-burg geschützt, zurückgelassen; der gemeine Mann führtenichts, als seine Patrontasche mit 60 Cartouschcn und