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Dritter Band.
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seinen Brotsack; 40 Schwadronen Husaren trieben die öst-reichischen Truppen, die gegen sie nicht Stand zu haltenvermochten, allenthalben vor sich her; es war ein stol-zes und schönes Manoeuver, ruft ein östreichischer Füh-rer aus', der von der Höhe des Lagers das Anrückender Preußen beobachtete; doch war es zu spät am Tage,als daß man noch hätte schlagen können; in der unmit-telbarsten Nähe des Lagers brachten die Preußen dieNacht zu. Es mag wohl sein, was man erzählt, daßSchwerin die Leute, die nicht eben Überfluß hatten, aufdie östreichischen und sächsischen Vorräthe vertröstete, de-ren sie sich am andern Tage erfreuen würden. Auch dieÖstreicher brachten die Nacht bei ihren Waffen zu, dieOffiziere um die Wachtfeuer her, deren Schein sich amHorizont mit dem der preußischen vermischte.

Erst als es Tag wurde, konnte der König das La-ger, das er angreifen wollte, näher in Augenschein neh-men. Es breitete sich auf den vor ihm liegenden An-höhen, beinahe drei Stunden Wegs wie in einem Halb-kreis aus. Den linken Flügel bildeten die Sachsen, dieerst hier vollständig eingerückt waren, unter dem Herzogvon Weißenfels, über 20000 M. stark, den rechten und

1. Prinz Ludwig von Braunschweig in einem Briefe an seinenBruder Herzog Carl, vom 27 October, im Archiv zu Wolfenbüttel.Ein ähnlicher Bericht ward an denselben Herzog Carl aus dem preu-ßischen Lager von einem andern seiner Bruder, Prinz Ferdinand, ge-richtet. Der Herzog von Braunschweig war wohl der einzige Menschin der Welt, der aus beiden Lagern so gute uud eingehende Nach-richten empfing. (Ein eigenthümliches Doppelklcinod jenes Archives.)

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