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Dritter Band.
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gelähmt war; der junge Churfürst fand sich genöthigt, wiezwei Jahre früher sein Vater, München zu verlassen, undeine Zuflucht in Augsburg zu suchen; man sah voraus, daßer bald Frieden werde schließen müssen.

Dahin kam es in rascher Folge. Der Kaiser todt,sein Sohn aufs neue seines Erblandes beraubt; die Unionentweder nicht zu Stande gekommen, oder, so weit siedies war, wieder zertrümmert; die Kriegführung der Fran-zosen so mangelhaft und für die deutschen Dinge unaus-träglich wie jemals. Es mag gut sein für Frankreich,sagt Friedrich, daß es Flandern erobert, für Preußenist das ohne Bedeutung. Der König sah sich ganz aufsich selber angewiesen.

Und in diesem Moment erhoben sich nun seine Feindeenergischer als je.

In Deutschland erwachten alle Abneigungen gegen denpreußischen Namen, und alle alten Sympathien mit demHause Östreich. Man wünschte, das Kaiserthum wiederan das Haus Östreich zurückkehren, oder vielmehr an dasnun mit jenem idcntificirte Haus Lothringen kommen zusehen. Daß Friedrich sich mit den Franzosen verbündethatte, gewährte ihm keine Erleichterung und erweckte ihm,denn allenthalben war ihre Gegenwart verhaßt, den Wi-derwillen der deutschen Bevölkerung. In den höherenKreisen hatte sein unerwartetes Kriegsunternehmcn, dessenMotive die Meisten nicht einsahen, Niemand anerkannte,das man nur einem schrankenlosen Ehrgeiz zuschrieb, der