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Dritter Band.
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Die feindseligen Entwürfe der Höfe waren in dastiefste Geheimniß gehüllt; nur aus den Unternehmungenkonnte er auf die Gedanken schließen; einen deutlichenBegriff davon hat er nie gewonnen. Schon der Gangder öffentlichen Ereignisse aber: der Rückzug von Mail-lebois, die Auflösung der Union, die Catastrophe vonBaiern, ließ ihn die größten Widerwärtigkeiten erwar-ten. Die beiden Fürsten, die sich früher mit ihm ge-gen Östreich verbunden, Baiern und Sachsen, standenjetzt auf östreichischer Seite; der letzte mit aller mög-lichen Anstrengung. Friedrich hatte Unterhandlungenüber einen Frieden mit England eröffnet, aber wederwaren die Schritte, welche England that, besondersnachdrücklich, noch zeigte die Königin, die damals wohlübel genommen hat, wenn ihre Verwandten in ihrenBriefen Friedensermahnungen einstießen ließen, sich immindesten geneigt, darauf einzugehen. Rußland lehntedie Vermittelung ab, um welche es Friedrich ersuchte.Von Frankreich' durfte er keine Unternehmung mehr er-warten, welche die seine erleichtert hätte. Von dieserMacht Subswien zu verlangen, war Friedrich zu stolz, solange nicht die äußerste Noth ihn dabei vor sich selberrechtfertigte; ein zu diesem Behuf schon verfaßtes Schreiben

1. Eichel beklagt, daß man der Crone Frankreich, welche inzwi-schen am Rhein ihre Pferde an fremde Zäune anbindet, und in denNiederlanden einen und den andern Plan zu ihrer Cenvenicnz zuerhalten sucht, nichts als die Verwüstung von Schlesien von Freundund Feind zu verdanken habe.