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Dritter Band.
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urtheilte, daß sein Vetter ein würdiger Enkel des großenChurfürsten sei, und bezeigte den Offizieren im Angesichtder Armee seine Anerkennung ihres Verdienstes.

Noch an einer dritten Stelle, an den niederschlesischenGebirgspässen, gab es unaufhörlich Lärmen. Die schle-sischen Bauern nahmen thätigen Antheil; wie oft habensie gefangene Husaren eingebracht, oder, nachdem sie dieseerschossen, wenigstens ihre Pferde, die man ihnen bezahlte.Endlich versuchten Nadasdys Ungarn, mit einigem Fuß-volk verstärkt, einen ernstlichen Angriff auf Landshut. Sietrafen hier auf Winterfeldt, der, wie er sagt, mit Vergnü-gen ihre Bekanntschaft machte, obwohl sie ihrer 6000 M.waren, er aber kaum über drittehalbtauscnd gebot' Sie-ben Stunden lang hielt er ihre mannichfaltigen und hart-näckigen Angriffe aus, mit eben so viel Gewandtheit wieTapferkeit und Nachdruck, bis ihm endlich ein neu ankom-mendes Regiment besseren Rückhalt gab, worauf die Feindemit verdoppelter Kraft angegriffen und über die Berge zu-rückgejagt wurden. * Die Verfolgung war auch hier sehr blu-tig; die Husaren wollten keinem Ungarn Quartier geben.

Nach dem ungünstigen Eindruck, den der letzte Feld-zug hinterlassen, gehörten diese Erfolge dazu, um in derArmee das volle Vertrauen zu sich selber zu erneuern.

Nun aber bereiteten sich die Dinge allmählig zu dergrößeren Entscheidung.

1. Relation, waß von, 21 Abends bis 22 Mittags bei Lands-hut vorgefallen; vgl. Varnhagen Leben Wintcrfcldts S. 59. In ei-nem Schreiben an den König sagt Winterfeldt: „General Stille mitdem möllendorfischen Regiment kam noch just zur rechten Zeit."