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Seit Anfang Mai sammelte sich die östreichische Haupt-armee bei Königingrätz unter dem Prinzen Carl. Siewuchs nach und nach bis auf 70000 M. regelmäßiger, undetwa 15000 M. unregelmäßiger Truppen zu Pferd undzu Fuß an. Bei den letzten finden wir nicht allein Gren-zer von Maros und Donau, sondern auch Serben undAlbanescr, Dalmatier zu Fuß; Jazpgen und Cumanen,und die Siebenbürger Jnsurrectionstruppen zu Pferd. BeiJungbunzlau zogen sich indeß die sächsischen Truppen, un-ter dem Herzog von Weißenfels, gegen 30000 M. stark, zu-sammen. Am 21 Mai vereinigten sich Sachsen und Öst-reicher bei Jaromirz, noch immer in Cantonnirungen; dieöstreichischen breiteten sich bis Neustadt, die sächsischen bisKönigshof aus. Es waren die beiden Heere, deren Ge-nossenschaft dem Feldzug in Böhmen eine so erwünschteWendung gegeben hatte, jetzt um vieles stärker als frü-her, und ihr Plan der folgende.
Von Oberschlesien her sollte der König mit den zu-sammenwirkenden Heerhaufen Esterhazps und Carolys undder ihnen beigegebenen Generale angefallen werden; in-dem er dann seine Kräfte theile, wollte man mit dergroßen Armee auf ihn losgehen, ohne ihm wie vor demJahre einen langen Rückzug zu gestatten, und ihm eineSchlacht liefern, wo man ihn finde; man rechnete darauf,ihn mit der bei weitem überlegenen Truppenzahl, die manzu haben glaubte, zu überwinden. Schon hatte man schwereArtillerie von Dresden nach Wittenberg geschafft; ein