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mer trafen Verstärkungen bei ihnen ein; hie und da dran-gen ihre leichten Truppen schon hinüber.
Der König, der sich so lange ruhig gehalten, biser die Richtung der großen feindlichen Armee mit Si-cherheit erkannte, verließ am 27 seine Cantonnirungenund schlug ein Lager bei Frankenstein auf; am 30 be-zog er ein anderes, näher bei Rcichcnbach; am 1 Junisetzte er sich nach Schweidnitz hin in Bewegung: seinLager nahm er in der Gegend von Jaucrnik, wo mandas ganze Gebirge vor sich hat, über das der Feindherbeizuziehen im Begriff war.
Friedrich kümmerte sich in diesem Augenblick wenigum das Schicksal von Oberschlesicn; er mußte erleben,daß eine der Festungen, auf deren Bau er so vielWerth legte, Cosel, noch ehe sie vollendet war, in feind-liche Hände fiel, doch machte ihn dies nicht unruhig; erfaßte ausschließend die vornehmste Macht der Verbündetenin das Auge, die sich nun über das Gebirge bewegte. Am2 Juni hatte der Prinz sein Hauptquartier in Baumgar-tcn, der Herzog in Bolkcnhain; ihre Schlachtbegier warddurch die Nachricht von der Eroberung von Cosel undein Gerücht, dem sie gern glaubten, daß der König imBegriff sei sich zurückzuziehen, aufs neue angereizt; siemeinten ihre neuen Fahnen durch den Einzug in Breslaueinzuweihen und sich in dieser Stadt für alle ihre Ent-behrungen zu entschädigen.
Am Morgen des 3 versammelten sich die östreichischen