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Reiterregimenter erst große Feldzäune wegräumen müs-sen, ehe sie an den Feind kommen konnten. Als dieInfanterie-Brigade des Prinzen Moritz bei einer Wald-lücke, welche die Wiesen in den Gebüschen machten, vor-über kam, empfing sie die volle Ladung einer Batte-rie, die jenseit derselben aufgestellt war. Der Com-mandeur Bonin ließ die Brigade schwenken, und ge-radezu über die Wiese auf die Sachsen losrückcn. Dasie ihre Kanonen über die Gräben nicht mit fortbrin-gen konnte, so stutzte sie einen Augenblick, und derErfolg konnte zweifelhaft scheinen, als der Prinz vonPreußen ankam, dessen „Marsch" mit freudigem Zuruferwiedert wurde. Ohne lange zu schießen, drangen dieRegimenter auf den Feind ein und warfen ihn über denHausen; ein sächsischer Offizier ward, indem er eben eineKanone abfeuern wollte, mit dem Bajonet in den Leibgestoßen und gctödtet. — Ein so lebhaftes Feuer ausKanonen und kleinem Gewehr war weder bei Mollwitznoch bei Chotusitz gehört worden. Der Morgen warwindstill, und nur langsam zertheilte sich der Rauch überdem Schlachtfclde. Die Berge schienen zu zittern. In
die Infanterie durch Gräben, Moräste und Hecken, die feindliche In-fanterie so anfangs mehrcntheils im Gebüsche verdeckt gestanden, son-dern daß die Cavallerie noch öfter 2 bis 3 Gräben passiren müssen,ehe solche zum Choc mit dem Feinde kommen können.« — In demSaale der Stadtverordneten zu Striegau hängt ein merkwürdigesBild der Schlacht, von den bisherigen Schlachtpläncn weit abwei-chend. Welche Schwierigkeiten sich bei einer kunstgerecht militärischenAuffassung und Darstellung der Schlacht noch darbieten, sieht manaus einem Aussatz des Feldmarschall v. Müffling. Militärwochen-blatt 1845, «r. 36.