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Dritter Band.
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möglich, weil der nächtliche Marsch und die blutige An-strengung des Morgens die Kräfte bereits erschöpft hatte;alles fühlte sich zufrieden, daß dem stolzen, seines Siegesim voraus sichern Feinde eine unzweifelhafte Niederlagebeigebracht, und Schlesien gegen ihn behauptet war.

Das ganze Land empfand es, daß dies eine Ent-scheidung auf immer sei. Noch einmal hatte sich in dergroßen Crisis der Zwiespalt zwischen den beiden Reli-gionsparteien geregt. Die Katholischen wußten viel voneinem Crucifix zu sagen, welches sich plötzlich umgewandthabe, der ankommenden östreichischen Armee entgegen; dieEvangelischen dagegen sahen in einem Regenbogen, dergerade an ihrem Bußtag, im Mai, sich wohlfarbig undmit seinem Gegenschein am Himmel ausspannte, und mitbeiden Spitzen die Erde berührte, ein Zeichen der gött-lichen Gnade. So weit man den Kanonendonner derSchlacht in evangelischen Ortschaften hörte, fielen die Ein-wohner in Schaaren auf die Kniee, um den Sieg dergereinigten Religion von Gott zu erflehen. In Breslauschloffen sich die Juden den Evangelischen mit ihren Wün-schen an; welch ein Jubel, als noch am späten Abend des-selben Tages scchszehn blasende Postillone mit der Kunde,der schon ein Gerücht vorangegangen, in der Stadt anlang-ten. Drei Tage darauf brachte man die eroberten Fah-nen, noch meistens neu und schön, darunter die Haupt-fahne, mit dem Namcnszug der Königin. Unter denen,die sich sie zu sehen herbeidrängten, war auch ein katho-

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