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pm der Bourbonm sein Gebiet öffnete, so sah man diesevon allen Seiten dahin strömen. Spanier, Franzosen,Neapolitaner und Genueser vereinigten sich im Juli 1745am Scrivia, bei 70000 M. stark, den Östreichcrn undden Sardiniern bei weitem überlegen, unter geschicktenAnführern, und bedrohten den ganzen Zustand der Lom-bardei. Maria Theresia ließ sich dadurch nicht abhalten,alle Verstärkungen, über die sie verfügen konnte, nachKönigingrätz zu dirigiren; sie behauptete, es müsse demKönig von Sardinien genügen, wenn man vor allemden gefährlichsten Feind des gesammten Bundes, zu demer gehöre, unschädlich mache.
Doch war ihr Sinn nicht allein um Schlesiens wil-len gegen den König von Preußen gerichtet; während siemit ihm schlug und ihn beschäftigte, suchte sie zugleichnoch ein anderes, in diesem Augenblick ihr vornehmstesInteresse durchzuführen.
Endlich war die Zeit gekommen, wo ihr Gemahl diekaiserliche Würde wieder mit dem Hause Östreich, daser aufs neue begründete, vereinigen konnte.
Es leuchtet von selbst ein, daß dies nicht durch einefreiwillige friedliche Übereinstimmung der deutschen Für-sten und der Nation bewirkt ward, wie man bei einerWahl vorauszusetzen liebt.
Der Zustand des Reiches war doch in Wahrheit nochbeinahe so, wie man ihn vom 13 Jahrhundert an kennt,wie er im 16 bei der Wahl Carls V, im 17 bei der