Band 
Dritter Band.
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Wahl Leopolds I erscheint; unendlich viel hing von derEinwirkung der auswärtigen Mächte ab. Die Kaiser-wahl war zugleich ein Kampfprcis für die in Europaeinander entgegenstehenden Parteien. Maria Theresiahat die beiden Seemächte erinnert: wie durch ihre Theil-nahme im Jahre 1711 ihr Vater gewählt worden sei,so müsse dieselbe jetzt ihrem Gemahl zu Statten kom-men. Die churhannoverische Stimme, sagt sie, hänge vonEngland ab; die rheinischen Churfürsten würden sichnach der Anleitung der Seemächte richten; Sachsen, dasvon ihnen Subsidien ziehe, werde ihren Wünschen aufdie Länge nicht widerstehen können. *

In der That konnte sie hierin auf die volle Mit-wirkung der Seemächte rechnen. Wenn auch Englandnicht in allem und jedem ihre Ansichten theilte, so hieltes doch an dem Grundsatz fest, ein deutsches Kaiserthum,das von Frankreich abhängig sei, nicht dulden zu kön-nen. Und da nun durch den Frieden von Füßen auchder Churfürst von Baiern zur Einwilligung gebracht,das französische Heer am Rhein durch eine ansehnlicheAbsonderung, deren König Ludwig XV für die Nie-derlande zu bedürfen glaubte, in einem Grade ge-schwächt war, daß es dem Großherzog, der jetzt selbst andie Spitze der östreichischen Truppen trat, so wenigwiderstehen konnte, wie einst Maillebois dem Herzog1. Instruktion an Reyschach, in HormayrS Anemonen III, 257.in. 19