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Dritter Band.
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tenau fortzusetzen, um Lehwald zu erreichen, oder derHauptmasse des Feindes unverzüglich zu Leibe zu gehen.Das Kühnste ist das Beste; der König beschloß, die Ver-theidigung in einen Angriff zu verwandeln; der Befehlward gegeben, aus dem Lager hervorrückend mit Zügenrechts zu schwenken, den Feind geradezu ins Gesicht zufassen.

Es stand nicht ein Kampf bevor, wie in den frühe-ren Schlachten, dessen Ausgang über ein großes politi-sches Interesse, wie den Besitz von Schlesien oder vonBöhmen, entschieden hätte. Friedrich war bereits genö-thigt Böhmen zu verlassen, er mußte seinen Rückzug fort-setzen, mochte er siegen oder nicht. Es war nur einemilitärische Handlung, von Seiten der Östreichs der Ver-such, an dem verhaßten Feinde, ehe er noch abzog, alleswas man bisher von ihm gelitten hatte zu rächen, undihm einen empfindlichen Schlag beizubringen; von Sei-ten der Preußen, auch in der ungünstigen Lage, in dersie waren, den Überfall der Mehrzahl abzuwehren, undden Ruf ihrer Unüberwindlichkeit aufrecht zu erhalten.

Es hatte schon große Schwierigkeit, sich unter demFeuer des Feindes zu formiren; die Granaten, die in dieCavallerie fielen, rissen zuweilen 10 Pferde auf einmal weg.

Als dies aber gelungen, und die ganze Schlachtord-nung jene große Schwenkung vollzogen, sah sie denFeind in einer überaus starken und furchtbaren Stellungvor sich. Die Höhen, die das Lager beherrschten, hatte