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Dritter Band.
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ders auffiel, war die Anwesenheit vieler Einwohner vonDresden, welche die heiterste Stimmung verriethen. Siehatten längst die Handlungen der sächsischen Regierunggemißbilligt, zuletzt von den Östreichcrn nicht wenig ge-litten; es war ihnen ganz recht, daß die Preußen gesiegthatten; mit dem Ausdruck des Vertrauens gingen sieihnen entgegen.

Den Tag darauf nahm Friedrich von Dresden Be-sitz, und ließ sich angelegen sein dies Vertrauen zu recht-fertigen. Während der Fürst von Dessau sich nicht an-ders ausdrückte, als befinde er sich in einem erobertenLande, gewann der König durch Anmuth des Betragens,auch durch die Rücksicht, welche er den zurückgebliebenenKindern des Königs von Polen erwies, alle Herzen. Ermachte sich das Vergnügen, einigen armen Leuten die Frei-heit zu schenken, die wegen geringer Verbrechen schon langeZeit büßten, und nun wohl abgebüßt haben konnten.Ein anderes, sehr eigenthümliches war, daß er die OperArminio geben ließ, in der sich ursprünglich einige Stel-len fanden, die gegen ihn selbst gerichtet waren; man ließsie jetzt weg, gedachte ihrer aber um so mehr.

„Ich sitze oft", schreibt einer seiner Begleiter', „unddenke nach, ob es auch wirklich und wahrhaftig wahr ist,was wir erlebt haben! Heute in die Lausitz cinmarschirt,denselben Tag noch die sächsischen Truppen geschlagen;morgen Görlitz besetzt, übermorgen die Östreichcr hinter

1. Brief aus Drcödcn, im Archiv zu Wclftiibüttcl.

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