Zittau getrieben, den Tag darauf sie aus dem Lande ge-jagt, Bauzen genommen, wieder den Tag darauf Leipzigoccupirt, und die sächsische Armee nach Dresden getrie-ben, endlich nicht allein diese Armee, sondern auch die Öst-reicher, die bei ihr waren, geschlagen, Dresden zur Ca-pitulation gezwungen, und alles das zu einer Zeit, wodie hochmütigen Feinde den König von Land und Leu-'ten vertreiben, seine Armee auseinander jagen, Stadtund Land durch Feuer und Schwert verwüsten wollten.Der Herr hat Großes an uns gethan, lasset uns dessenfroh sein."
Der Krieg war geführt, in wenig Tagen erfolgteder Friede.
Friede zu Dresden.
Die Franzosen hätten gewünscht, daß der König vonPreußen entweder nur mit Sachsen abschließen, oder inder glücklichen Lage, in der er sei, die allgemeine Paci-fication übernehmen möge. Auf das eine drang der Ge-sandte Valori; das zweite hat man später in Paris ge-sagt. So sei im Jahre 1706 auch Carl XII gesinnt ge-wesen, und nur durch den Herzog von Marlborough, dereinen seiner Vertrauten gewonnen, davon zurückgebrachtworden; aber der König von Preußen hänge von keinemMinister und Vertrauten ab, und werde nach eigenemErmessen das Wohl von Europa befördern.
Friedrich war jedoch in diesem Augenblick seines Bun-