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Dritter Band.
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des mit den Franzosen von Herzen müde; er glaubte nichtsals Undank und Vernachlässigung von ihnen erfahren zuhaben. Noch bei dem letzten Ausbruch der sächsischenFeindseligkeiten hatte er an Louis XV geschrieben, undihm die Gefahr, worin er war, geschildert, seine Freund-schaft, Güte und Weisheit in Anspruch genommen, alsder letzte Verbündete, den er in Deutschland habe. DieAntwort, die er hierauf empfing, war jedoch nicht alleinablehnend, sondern ironisch. Die französischen Minister,durch jene Übereinkunft mit England, in welcher Preu-ßen damals seine Rettung sah, aufs neue verletzt, mach-ten sich ein Vergnügen daraus, dem König Friedrich an-zügliche Dinge zu sagen; später verlautete, daß ein jederdazu eine kleine Beisteuer gegeben hat. Darin erschei-nen die preußischen Kriegsthaten als eine Nebensache,aller Nachdruck liegt auf den französischen; den Gefahren,in denen Friedrich zu sein glaube, wird nur geringe Auf-merksamkeit geschenkt, guten Rath, heißt es, möge er vonsich selber nehmen. Friedrich empfing das Schreiben, alssein Feldzug sich bereits zu seinem Vortheil gewendet.Er erwiederte, das Glück seiner Waffen müsse er doppeltschätzen, da er wohl sehe, daß er ohne dasselbe verlorenwäre; sein Geist, an dessen Hülfsqucllen man ihn ver-weise, sage ihm, daß er von allen Seiten bedroht, aufkeiner unterstützt, dem Krieg unverzüglich ein Ende ma-chen müsse.

Zweierlei bewog den König von Preußen noch beson-