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berief er zu sich, beauftragte ihn, im Vereine mit Hom-feld, die Landcshuldigung einzunehmen, und eröffnete ihmseine Gesichtspunkte.
Er erklärte sich bereit, die Privilegien des Landesanzuerkennen, den Rechtshändeln zwischen den Fürstenund Ständen ein Ende zu machen, doch wünschte aucher dagegen etwas bessere Leistungen der Stände zu sei-nen Gunsten, als die Fürsten bisher genossen hatten.
Am 6 Juni langte Cocceji in Aurich an; den näch-sten Tag traf eine Abtheilung des in Wesel garnisoni-renden preußischen Militärs bei ihm ein.
Es waren nur 500 Mann, aber ihr bloßes Erschei-nen bewirkte, daß die dänische Einquartierung, welche dieAnsprüche der Prinzessin vertheidigen zu wollen geschie-nen, in größter Eile das Land verließ; die kaiserlicheSalveguardie, der die Einwohner jetzt Obdach versagten,löste sich auf; Hauptmann und Gemeinen legten ihreDienste nieder.
Ungehindert von fremder Einwirkung, und nicht mehrgetrennt durch die alte Parteiung, konnten sich nun dieStände versammeln. Es war d»s erste Mal seit langenJahren, daß sie sich sämmtlich wiedervereinigten. Der Adel,die Abgeordneten der Städte und Bauernschaften, die letz-ten 180 Köpfe stark, fanden sich zum 20 Juni in Au-rich ein.
Die erste Frage war die bei allen ständischen Huldi-gungen hergebrachte, ob zuerst die Beschwerden abgethan,