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nunst und Landesverfassung, und alle andere Gesetze undEdicte aufzuheben.
Diesen Entwurf legte Cocceji bereits im März 1746dem Cabinet vor.' Er sagte dem König, er wolle ihmeine Probe seiner fünfzigjährigen Erfahrung geben; zumRuhme Sr. Majestät wolle er etwas ausführen, wasnoch keine Macht der Welt zu Stande gebracht habe.
Die Kabinetsräthe Schumacher und Eichel nahmenbeide lebhaften Antheil an diesem Vorhaben; sie kanntenam besten von alter Zeit her den Inhalt der unaufhör-lich einlaufenden Beschwerden. Der König sprach Zwei-fel aus, ob man solche Männer, wie Cocceji anstellenwolle, finden könne, nahm aber den Entwurf mit nachPyrmont, und machte ihn ganz zu seinem eigenen.
Bald nachdem er zurückgekommen, traf es sich, daßeine Klage, die den Stempel der Wahrhaftigkeit trug,über den Zustand des Stettiner Hofgerichtes bei ihm ein-lief. Da sei ein alter abgelebter Präsident, der nichts mehrthue, einige Räthe ohne Studien, und daher von anderengeschickten Leuten, die aber ihren Vortheil suchen, abhän-gig; die schlechte Justiz bringe himmelschreiende Mißbräuchehervor, durch welche das Land zu Grunde gerichtet werde.Aus die Anfrage, ob dem so sei, antwortete Cocceji, daßes nicht allein beim Hofgericht, sondern auch bei den übri-
1. Schumacher ist der erste, dem der Plan mitgetheilt wurde;er dankt am 28 März für die Coinmunicatioii, und wünscht, daß der»solide und vernünftige Plan von Verbesserung der Justiz einen ge-segneten Fortgang haben möge."