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Dritter Band.
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Anerbieten anzunehmen. So hielt er für gut, die frem-den Maurergesellen, die nach Berlin kamen, daselbst an-sässig zu machen; es war dafür gesorgt, daß sie Arbeitbekamen und zu leben hatten. Wenn ihm daraus Unan-nehmlichkeiten entsprangen — denn nicht eben die fleißigstenLeute waren die neuen Einzöglinge —, so tröstete er sichdamit, daß die erste Generation der Colonisten in der Regelnicht viel tauge, aber die folgende besser sei. Es schien ihmVortheil genug, daß in den ersten fünfzehn Jahren seinerRegierung die Volkszahl in der Churmark ziemlich um einFünftheil stieg: von 476000 bis auf 580000 Einwohner.

Das Manufactursystem, das hiezu vorzüglich beitrug,bestand noch in der ganzen Strenge Friedrich Wihelms I.Aus einem Abkommen, welches die vier alten Abtheilun-gen des Generaldirectoriums mit der von Friedrich ge-gründeten fünften schlössen, sieht man, was sie sich nochvorbehielten, welche Rechte sie ausübten: die Aufsicht überalle im Lande befindlichen Handwerker und Künstler, ihreVermehrung und Verminderung, ihre Versetzung aus ei-ner Provinz, aus einer Stadt in die andere; es war nochganz jene, allerdings fürsorgende, aber mit gebieterischerHand durchgreifende Organisation der Arbeit, deren wirgedachten.'

Wenn man die Schafzucht beförderte, so blieb dochdie Wollausfuhr auf das strengste verboten, die Ausfuhr

1. Protocoll vom 5 Januar 1741 in den AA. Cabinetsordres,Verfügungen und Tabellen in La Motte Abhandlungen II, 354.