der bewollten Felle sogar aus einer Provinz in die an-dere. Bei der Wollschur kaufte die Regierung, nach demVorgang Friedrich Wilhelms eine Quantität Wolle, diesie den kleinen Fabrikanten für den Kaufpreis überließ.Diese waren nur gehalten, nach gemachter und verkaufterArbeit den Preis zu erlegen; auch für den Verkauf suchtedie Regierung Mittel und Wege zu schaffen. Der großeVerzehrer war immer die Armee. Da hätte man auchdas an sich Entbehrliche nicht abschaffen dürfen, weil da-durch ein Gewerbe eingehen, die Accise einen Ausfallhätte erleiden können. Der Zusammenhang des Ganzenwirkt im Kleinsten nach, und gerade die Geringfügigkeitder zu einem großen Zweck zusammcngreifenden Dingeerweckt in dem Beobachter Interesse.
Nun faßte aber Friedrich II noch weitere Gesichts-puncte als Friedrich Wilhelm. Das von ihm eingesetzteDepartement des Gcneraldirectoriums hatte nicht alleindie Verbesserung der alten, sondern auch die Einrichtungneuer Manufacturen und das gesammte Commerzwe-
1. An die Churmärkische Kammer, 6 Juni 1730: Da uns be-kannt ist, daß es allhicr viele Wollaufläufcr giebt, welche den unbe-mittelten Manufacturicrs zwar Wolle vorschießen, solche sich abermehr als doppelt wieder bezahlen lassen, dadurch aber solche Manu-facturiers nie auf einen grünen Zweig kommen könne», sondern inbeständiger Misere verbleiben müssen, so sind wir nicht abgeneigt,— ein gewisses Capital ohne Interessen herzugeben, wovor alle Jahreine gute Quantität Wolle aufzukaufen, und nachgehends an diekleinen Fabrikanten vor eben den Preis zur Verarbeitung vorschuß-weise hergegeben werden könne, da dann das Wollmagäzin dergestalteingerichtet werden müßte, daß das in der Wolle steckende Capitalabermal bei jeder Wollschur wieder in Cassa sey. (Acta wegen derzum Berliner Wollmagazin hergegebenen Fonds).