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Dritter Band.
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sen zu besorgen. In den Provinzen wurden Auszüge ausden Zoll- und Acciseregistcrn gefertigt, um zu sehen, wasnoch aus der Fremde bezogen werde, und was dem In-land mangle. Friedrich hielt es für einen Nachtheil, daßdas Land so viel Geld für Zucker, Wein und Scidenwaa-ren verausgabe. Er suchte die Einfuhr der fremden Weinedurch starke Jmposten und Hebung der Erzeugung vonBier einzuschränken; — was würde er für die Runkel-rübe gethan haben, wenn die Entdeckung des Zuckcrstoffes >in dieser Pflanze, die durch Marggraf unter seinen Au-gen geschah, schon damals sich Vertrauen erworben undzu praktischen Erfolgen geführt hätte; wenigstens Zucker-raffinerien richtete er ein, um den Preis der Bearbeitungnicht an Fremde zu zahlen —; man begreift, wie wich-tig es ihm schien, den Maulbeerbaum zu pflegen, derschon einige überaus strenge Winter im Lande überdauerthatte. Wie manchen Platz verschenkte er hiezu an Privat-leute '; die Gemeinden und Schullehrer, die Amtleute beiErneuerung ihrer Pacht wurden dazu aufgefordert; er hofftedie Seide, deren das Land bedürfe, vielleicht einmal inner-halb desselben zu erzeugen. Bis es dahin käme, — denndie Staatswirthschaft der Zeit hieß auch solche Manu-fakturen gut, zu denen man das Material nicht im Landefinde, sondern kaufen müsse, — wurden die Seidenfabrikcnmit Eifer befördert. Der König war freigebig, die Unter-

1. Acta wegen der seit anno 1740 von Sr. Königl. Majestätan Fabrikanten und ParticulierS verschenkten Häuser. Das Bestesind ein paar Tabellen über Berlin und Potsdam.