Band 
Dritter Band.
Seite
417
JPEG-Download
 

417

wurden aber sämmtlich auf außerordentliche Bedürfnisse,besonders militärischer Art, z. B. den hohen Sold desdritten Bataillons der Garde, Zuschüsse für Uniform undTafel der Offiziere verwendet. Die Kosten seines Haus-haltes, sein Alimentaire wie er es nannte, zog KönigFriedrich aus jenem außerordentlichen Aufkommen. Dazunahm er jedoch nur 120000 Thaler das Jahr; dasübrige verwendete er ebenfalls auf die außerordentlichenBedürfnisse des Staates, die durch die regelmäßigen Ein-nahmen nicht gedeckt wurden: zu dem Festungsbau, derVerbesserung der Artillerie, dem Gestütwesen, oder zuLandesmeliorationcn, z. B. jener Austrocknung der Brüche;zuweilen hat er sie auch in den Schatz gelegt, um einerunde Summe hervorzubringen.

Denn außer dem, was der König persönlich erhielt,floß nun noch ein ansehnlicher Theil des allgemeinenEinkommens regelmäßig in den Staatsschatz, der zurBestreitung der Kriegskosten bestimmt war.

Einen Begriff davon giebt uns eine AufzeichnungFriedrichs vom Jahre 1744. Der Schatz war wiederergänzt und enthielt 6,200000 Thlr. Davon wurden zudem Anfang des Krieges 2 Millionen genommen. Einehalbe Million sollte zur Ausrüstung der ncngcworbcnenReiterei dienen, eine andere halbe Million zum Unter-halt derselben, für welchen in dem gewöhnlichen Etatnoch nicht gesorgt war; mit einer dritten halben Milliondachte er die Kosten des Marsches und der Remontc im

27

m.